Schwitzhütte
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Schwitzhütte

In der Mitte der Hütte wird ein Loch für die heißen Steine gegraben. Die ausgehobene Erde häuft man neben dem Eingang zu einem "Heiligen Hügel" auf. Die Feuerstelle befindet sich sechs Schritte entfernt und ist durch einen Weg mit der Hütte verbunden. Das Feuer steht für die Sonne, die Hütte für die Erde, die durch die Sonne Energie erhält.

Für ein Reinigungsritual werden meist 32 und für ein Heilungsritual 64 Steine benutzt. Die Steine sollten nicht aus einem Gewässer stammen, da sie sonst beim Aufheizen bersten können. Zum Gebrauch deckt man das Gerüst mit Fellen oder Decken ein. Eine Schwitzhütte ist etwa 6 bis 7 Fuß hoch und bietet 7 bis 8 Menschen Platz.

Der Bau der Hütte unterliegt differenzierten Regeln, von der Wahl des Platzes, über die Beachtung der Himmelrichtungen und der Anzahl der verwendeten Holzstäbe.  

Das Ritual

 

Während des Schwitzhüttenrituals, werden die ausgesuchten Steine in der nahe gelegenen Feuerstelle erhitzt, durch den Feuerhüter in die Schwitzhütte getragen, mit Kräutern bestreut und mit Wasser übergossen. Dieser Vorgang wird vier mal wiederholt und von intensiven Gebeten begleitet. Zwischen den Gängen verlassen die Teilnehmer die Hütte.

Die heißen Steine sind die feurigen Samen der Sonne, die in den Bauch der Erde kommen.

So kann man sich eine Schwitzhütte im Grunde als eine Vereinigung, ein großes Liebesritual der beiden schöpferischen Urkräfte Großvater Sonne und Großmutter Erde vorstellen, diesem uralten Liebespaar, aus deren Liebesspiel alles leben immer wieder hervorgeht.

Ihre sich verbindende Kraft wird in der Zeremonie dazu benutzt, den Menschen, der als Kind zurück zu seinen Eltern kommt, zu heilen, zu stärken und zu erneuern. Auch der gegabelte Stock auf dem Altar bedeutet diese Liebesvereinigung, der Zweiheit, die Dualität des ewig Weiblichen und Männlichen, die dabei doch immer eins sind.

Schwitzen und beten soll eine äußere und innere Reinigung und die Wiedervereinigung mit dem Geist bewirken. Die Schwitzhütte mit ihrer Kuppel gleicht nach der traditionellen Erklärung dem Bauch einer schwangeren Frau, die auf der Erde liegt. So kehren die Teilnehmer in den Bauch der Mutter und der Mutter Erdboden zurück und erleben durch die rituell aufgerufenen Energien eine Reinigung, Erneuerung und Neuschöpfung ihrer Lebensenergie.

Natürlich funktioniert die Sache auch ohne Gebete und heilige Hügel. Man kann auch noch eine fünfte Wiederholung anhängen oder schon nach der zweiten abbrechen. Ob ihr den Bau und Betrieb einer Inipi nun als einfache Sauna anseht oder euch tiefer in dieses archaische Ritual einlassen wollt, bleibt euch überlassen.

 

Termin  siehe unter Termine

 

Festessen nach der Schwitzhütte

 

Bitte mitbringen : Sitzunterlage, Handtücher, Schwitzkleidung ( T - Shirt oder dünne Baumwohlkleider) viel trinken 

Anmeldung siehe unter Kontakt oder telefonisch